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Bioidentische Hormone werden in einem halb-synthetischen Schritt aus Pflanzen wie Yams-Wurzel oder Soja und manchmal auf genmanipulierten Bakterien wie Escherichia coli hergestellt. In der BiVET-Therapie arbeiten wir ausschließlich mit Apotheken die Inhaltsstoffe verarbeiten, die ohne genmanipulierten Bakterien hergestellt wurden.
Nein, künstliche, patentierbare Hormone sind nicht mit bioidentischen Hormonen zu vergleichen. Synthetische Hormone weisen in der Regel strukturelle Modifikationen gegenüber körpereigenen, natürlichen bioidentischen Hormonen auf, da sie ansonsten nicht patentierbar wären, sie sind strukurell modifizierte Derivate. Diese strukturellen Veränderungen können die Affinität zu Hormonrezeptoren, intrinsische Aktivität sowie die Pharmakokinetik (z. B. Halbwertszeit und Metabolisierung) beeinflussen. Infolgedessen können sich Wirkprofil und Abbauwege von physiologischen Hormonen unterscheiden. Unterschiede im Metabolismus und in der Eliminationskinetik können zu veränderten systemischen Effekten führen, was potenziell mit einer erhöhten Inzidenz und schwere unerwünschter Nebenwirkungen assoziiert ist.
Bioidentische Hormone gelten aufgrund ihrer strukturellen Übereinstimmung mit körpereigenen Hormonen als besser verträglich und physiologisch näher am natürlichen Hormonstoffwechsel. Dennoch können bei unsachgemäßer Anwendung oder fehlender fachlicher Begleitung auch mit bioidentischen Hormonen unerwünschte Wirkungen und Risiken auftreten. Obwohl im Humanbereich im Vergleich zu synthetischen Hormonen eine geringere Nebenwirkungsrate beschrieben wurde, ist eine Hormontherapie grundsätzlich als medizinische Intervention mit potenziellen Risiken zu betrachten. Daher wird dringend empfohlen, eine Behandlung ausschließlich unter qualifizierter ärztlicher oder therapeutischer Fachaufsicht durchzuführen.
Bioidentische Hormone in D-Potenzen können von qualifizierten Tierheilpraktikern eingesetzt werden, sofern eine fundierte Ausbildung und umfassende Kenntnisse im Bereich der hormonellen Regulation vorliegen. Eine sorgfältige Anamnese und individuelle Abstimmung stehen dabei stets im Mittelpunkt.
1%ige bioidentische Hormone werden ausschließlich durch Tierärzte verordnet. Deshalb legen wir großen Wert auf eine enge, interdisziplinäre Zusammenarbeit. Durch die Verbindung naturheilkundlicher Kompetenz mit tierärztlicher Expertise schaffen wir die Grundlage für eine sichere, verantwortungsvolle und individuell abgestimmte Therapie.
Unser Ziel ist es, jedes Tier ganzheitlich zu begleiten und Therapieentscheidungen stets im Sinne von Qualität, Transparenz und fachlicher Sorgfalt zu treffen.
Über die subklinische Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose/SDU) beim Hund wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Innerhalb der veterinärmedizinischen Fachwelt bestehen unterschiedliche Sichtweisen, und aus schulmedizinischer Perspektive ist diese Form bislang nicht eindeutig wissenschaftlich anerkannt.
Grundsätzlich werden die klassische (manifeste) Hypothyreose, die subklinische Hypothyreose, eine Schilddrüsenentzündungen sowie das Euthyroid-Sick-Syndrom (ESS) beziehungsweise die Non-Thyroidal-Illness (NTI) voneinander abgegrenzt. Diese unterschiedlichen Zustände erfordern eine sorgfältige Differenzierung anhand klinischer Symptome und spezifischer Laborparameter.
Der Begriff „subklinisch“ beschreibt einen Zustand, bei dem Symptome nicht eindeutig oder nur unterschwellig ausgeprägt sind. In der BiVET-Therapie wird diese Form als „chronisch aufsteigende Schilddrüsenunterfunktion“ bezeichnet. Damit soll verdeutlicht werden, dass durchaus erkennbare Veränderungen bestehen können, auch wenn sie nicht dem klassischen Bild einer manifesten Unterfunktion entsprechen.
Die klassische Hypothyreose tritt beim Hund in der Regel erst ab einem Alter von etwa acht Jahren deutlich in Erscheinung, während die chronisch aufsteigende Schilddrüsenunterfunktion bereits von der Geburt oder in jungen Jahren auftreten kann. Typische Symptome der klassischen Schilddrüsenunterfunktion sind Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung, Übergewicht, Kälteempfindlichkeit, Verstopfung, Haarausfall sowie trockene Haut.
Demgegenüber zeigt sich die chronisch aufsteigende beziehungsweise subklinische Form häufig zunächst in Verhaltensauffälligkeiten. Diese äußern sich beispielsweise in veränderter Reizverarbeitung, erhöhter Stressanfälligkeit, Unsicherheiten oder anderen Wesensveränderungen. Dabei ist eine sorgfältige Abgrenzung zu Erziehungs- oder Haltungsproblemen erforderlich.
Unser interdisziplinäres BiVET-Expertengremium setzt sich mit dieser Thematik auseinander und bezieht sowohl differenzierte Laboranalysen als auch die Evaluation empirischer Daten in die Beurteilung ein, um eine möglichst fundierte und differenzierte Einschätzung der verschiedenen Schilddrüsenzustände beim Hund zu ermöglichen
Die Schilddrüse ist ein kleines, aber äußerst bedeutendes Organ, das sich unterhalb des Kehlkopfes befindet. Sie produziert die Schilddrüsenhormone T4 (Thyroxin) und T3 (Trijodthyronin), die eine zentrale Rolle im Stoffwechsel und im Energiehaushalt spielen. Diese Hormone wirken in nahezu allen Körpergeweben, beeinflussen die Aktivität unserer Zellen und steuern zahlreiche Organfunktionen. Damit sind sie wesentlich für Wachstum, Entwicklung, Leistungsfähigkeit sowie für das allgemeine körperliche und seelische Wohlbefinden.
Ist die Schilddrüsenfunktion gestört, insbesondere im Sinne einer Unterfunktion (Hypothyreose), produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone. Infolgedessen verlangsamen sich viele Stoffwechselprozesse im Körper. Dies kann eine große Bandbreite an Symptomen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen nach sich ziehen, da nahezu jedes Organsystem betroffen sein kann.
Die Ursachen für eine Schilddrüsenerkrankung sind vielfältig. Sie reichen von autoimmunen Prozessen über entzündliche Veränderungen bis hin zu genetischen Dispositionen oder anderen äußeren Einflussfaktoren. Eine intakte Schilddrüsenfunktion ist daher eine grundlegende Voraussetzung für die langfristige Gesundheit und das innere Gleichgewicht des Körpers.
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